Hunde

Zughunde-sport Dogscooting Bike-Jöring

Was macht einen „Zughund“ aus?

"In my experience, a good Alaskan will hook up, even as a pup, and throw itself into harness, pulling enthusiastically with the team from the very first hookup, for a short run. There are some that take some time to adjust, but in my opinion, a good dog will have it from the start. "

 Matt Nicol, Ontario Dogsledding Tours  Quelle

Grundsätzlich ist jeder Hund zum Ziehen geeignet. Ob er es wirklich will, steht auf einem anderen Blatt- Verständlicherweise kommen für das Dogscooting aber eher mittlere und größere Hunde in Frage. Es gibt auch Teams mit kleinen Hunden, diese stellen aber sicherlich die Ausnahme dar.

Wann kann man mit dem Zugsport anfangen?

Der Hund sollte ausgewachsen sein. Es gibt Rassen oder Mischlinge, die bereits mit einem Jahr soweit sind, andere, eher große Rassen, benötigen dafür mindestens eineinhalb oder sogar zwei Jahre. Ein Anhalt zur Beurteilung der Körperentwicklung sind die Gelenke. Bei nicht ausgewachsenen Hunden sind diese typisch juvenil verdickt. Der ausgewachsene Hund hat diese Verdickungen nicht mehr. Das lässt sich aber viel besser im direkten Vergleich erkennen.

 

Eine immer wieder gestellte Frage bezieht sich auf die Hüftdysplasie (HD). Auch hier neigen große Rassehunde eher zu einer Veranlagung. Es kann aber grundsätzlich jeden Hund treffen. Bei einer solchen Vorbelastung sollte unbedingt ein Tierarzt befragt werden. Einen grundsätzlichen Ausschluss gibt es meines Erachtens nicht, da diese Art der Bewegung sehr gut dem Muskelaufbau dient und frei von Sprüngen etc. ist. 

Anforderungen an Schlittenhunde

Schlittenhundegespann beim Hunderennen, Zughundesport
Beim Hunderennen, Foto: Fuchs

Die Anforderungen an Schlittenhunde im Einsatz im Winter sind hoch. Die körperlichen Fähigkeiten erlauben gut veranlagten und trainierten Schlittenhunden innerhalb von 24 Stunden einen Schlitten über 200 km zu ziehen. Dabei können die Schlitten ein Gewicht von gut 300kg plus das Gewicht des Mushers erreichen.

 

Das „desire to go“, der unbedingte Laufwillen, ist dafür verantwortlich, dass die Leistungsbereitschaft der Hunde auch unter lang anhaltender körperlicher Beanspruchung und unter extremsten klimatischen Bedingungen erhalten bleibt. Die Schlittenhunde müssen jederzeit in der Lage sein, die erforderlichen Kommandos zu verstehen und umsetzen zu können. Insbsondere der Leader eines Schlittenhundeteams muss in der Lage sein, selbstständig den richtigen Trail zu finden.

 

In kurzen Rennen erreichen Schlittenhunde eine durchschnittliche Geschwindigkeit von 30 bis 40 km/h, bei Spitzenteams sogar bis 50 km/h. Auf Langstreckenrennen beträgt die durchschnittliche Laufgeschwindigkeit immerhin noch 16 bis 23 km/h. Schlittenhunde können so während eines Winters bis zu 10.000 km zurücklegen.

 

Gleichzeitig zeichnet den Schlittenhund ein ausgeprägtes Sozialverhalten, eine hohe Verträglichkeit mit dem Menschen, eine geringe Schmerzempfindlichkeit und ein starkes Herz-Kreislauf-System aus. Letzteres erlaubt es dem arbeitenden Hund, einen Stoffwechsel zu entwickeln, dem trotz aller Anstrengungen auch ein knappes Nahrungsangebot ausreicht.

 

Auch sind die Pfoten härter als die manch anderen Hundes. So haben wir auf fast 7.000 Tourenkilometern bisher erst eine Pfotenballenverletzung gehabt, die zudem durch einen Fremdkörper entstanden ist. Durch das Laufen auf Schotter, vereistem Schnee, Eis und durchgefrorenem Matschboden und auch einigen Asphaltstrecken haben sich bisher keinerlei Verletzungen der Pfoten/Ballen ergeben. Zudem neigten die Pfoten auch nicht zu Schneeklumpenbildung, zwischen den Krallen, wie man es sonst von Hundepfoten gewohnt ist.  (Quelle: Wikipedia und eigene Ergänzungen)

Wer jetzt über die Anschaffung eines Nordischen Hundes ernsthaft nachdenkt, der sollte unbeding noch das hier lesen!