Dogscooting

Eine besondere Form des Zughundesports

Dogscooter Kickbike Tretroller Alaskan Husky
Dogscooting auf Romo, Foto: Fuchs

Was macht die Faszination des Scooter-Fahrens aus? Es geht doch auch mit dem Fahrrad?
Das stimmt natürlich. Der Scooter ist dem Fahrrad aber in einem Punkt überlegen: der deutlich tiefer liegende Schwerpunkt. Der Fahrer befindet sich mit dem Trittbrett des Scooters ja nur wenige Zentimeter über dem Boden. Zudem kann man den eigenen Körperschwerpunkt auch noch weiter nach unten und hinten verlagern, was in engen Kurven deutlich höhere Geschwindigkeiten als mit dem Fahrrad ermöglicht.

Dogscooting gehört zu einer der drei Hauptrichtungen des Schlittenhundesports, dem „Dry Land Mushing“. Die beiden anderen Formen, der „Nome Style“ (mit Hundeschlitten) und der „Nordic Style“ (mit Langlaufskiern und Pulka) werden auf Schnee ausgeübt. Zum „Dry Land Mushing“ gehören natürlich auch die Disziplinen mit dem gespanngefahrenen Trainingswagen (auch als „Off-Snow-Rennen“ bekannt), „CaniCross“ (Jogging mit ziehendem Hund) und mit dem BikeJöring (ziehender Hund am Fahrrad).

Ich werde von Zeit zu Zeit gefragt ...

... wie wir unsere Touren fahren. Ob ich die Doggies unterwegs viel motivieren muss, wie ich sie anfeuere, welche Kommandos ich gebe, ob sie im Trab oder Galopp laufen und wenn, wie lang die Strecken sind, ob wir Pausen machen? Viele Fragen, die ich beantworten könnte, oder, man schaut sich diesen Film an.

Das Video besticht jetzt nicht durch eine ausgefeilte filmische Technik, denn es ist ungeschnitten. Keine Musik, keine Einblendungen und das ganz bewusst, 27 Minuten lang. 8 km Trail so, wie wir ihn gefahren sind. Mit allen Unzulänglichkeiten, die auftreten können. Man sieht uns auch nur aus einer Perspektive: meiner! Es ist also nur was für Hardcore-Fans.

Aber man sieht schön, wie die Doggies instinktiv den besten Untergrund zum Laufen wählen, auch wenn wir einmal über Asphalt müssen. Und man hört, wie viel ich so unterwegs mit beiden "quatsche". Zugegeben, ein paar Kommandos kommen etwas spät. Das liegt daran, dass beide Hunde die Trails kennen und es nur 3 oder 4 Stellen gibt, an denen die Fahrtrichtung variieren kann. Einige Richtungsänderungen sind immer gleich, da ändert sich der Weg nicht.

Übrigens ist das nicht extra gedreht worden oder ich verhalte mich nicht anders als sonst. Nein, das ist eine typische Tour, wie wir sie regelmäßig fahren. Beim Ansehen dachte ich mir, es sei ein gutes, weil typisches Beispiel.

Die gesamte Tour war 13,1 km lang. Die Durchschnittsgeschwindigkeit auf dem hier gezeigten 8 km Teilstück betrug 19,4 km/h. Bis zum Beginn der Aufnahme hatten wir schon 2,5 km zurückgelegt. Nach der Aufnahme kam dieselbe Streckenlänge noch hinzu. An dieser Stelle machen beide eine kurze Wasserpause, sowohl auf dem Hin- als auch auf dem Rückweg. Die Pause fällt auf dem Rückweg auch schon einmal aus, wenn die Temperaturen um den Gefrierpunkt oder kälter sind.


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Kommentare: 12
  • #1

    Christoph Ahlbrecht (Samstag, 07 Juli 2012 22:43)

    Vielen, vielen Dank für die Infos auf dieser tollen Seite. Für uns als Einsteiger sehr hilfreich.
    Macht weiter so und viel Spass beim Sport.

    Beste Grüsse

    Christoph

  • #2

    Andreas Fuchs (Samstag, 11 August 2012 17:13)

    Hallo, Christoph,
    danke für die Blumen. Freut mich, dass dir die Infos geholfen haben.

    Andreas

  • #3

    Tamara (Montag, 27 August 2012 17:24)

    Eine superschöne Seite mit sehr guten Informationen. Vorher wusste ich noch gar nichts über Dogscooting, aber diese Seite hat mir alles näher gebracht und es noch interessanter gemacht.

  • #4

    Mr. Skandor (Samstag, 19 Januar 2013 22:48)

    Hi,


    ich lese hier ja schon länger mit und trainiere meine Pelznasen auch schon fleißig auf Cani Cross. Aber seit heute scoote ich erstmals auch selbst, zunächst noch ohne Hund, aber hoffentlich bald schon mit. Gäbe es diese Seite mit ihren vielen hilfreichen Tipps nicht, dann wäre es noch lange nicht so weit. Von daher an dieser Stelle vielen Dank.

  • #5

    Sabrina (Sonntag, 20 Januar 2013 20:21)

    Da ich sehr aktive Hunde habe und selber auch endlich wieder aktiver werden will, habe ich mit großem Interesse Eure tollen Infos "verschlungen".

    Vielen Dank für diese wirklich sehr informative HP!

    Herzliche Grüße

    Sabrina mit Arco(dem Senior)und Mira und Scally

  • #6

    Dorothea (Mittwoch, 30 Januar 2013 20:19)

    Herzlichen Dank für die vielen Informationen und Anregungen - diese Seite ist einfach genial!

  • #7

    Monique (Dienstag, 16 April 2013 08:17)


    Super HP, tolle Erläuterungen, viele hilfreiche & praktische Tipps - einfach nur toll!!! Vielen, vielen Dank für die ganzen Informationen!
    Wir freuen uns schon jetzt auf unsere Erfahrungen beim Dogscooting ;-))
    Viel Spaß weiterhin mit Euren Hunden
    wünschen

    Monique & Andras

  • #8

    Jennifer Spur (Freitag, 18 Juli 2014 10:10)

    Vielen Dank für diese tolle Seite.

    Sie hat mich sehr angesprochen und natürlich auch
    geholfen (;
    Mein Hund und ich sind auch Neueinsteiger. Ihm müssen wir das
    ziehen vorm Scooter langsam beibringen, er war anfangs schwer zu
    motivieren, aber nun ist der Funke übergesprungen und er hat Spaß.
    Wir haben begonnen mit der "Hasen-Technik" ich vorraus und mein Freund auf dem Scooter mit Hund hinterher. Das klappt nun schon sehr gut.
    Jetzt frage ich mich aber, wie trainiert man daraufhin, dass der Hund nun langsam auch ohne "Häschen" vorweg zieht?

    Mit freundlichen Grüßen

    J. Spur

  • #9

    Andreas Fuchs (Freitag, 18 Juli 2014 10:16)

    Hi Jennifer, danke, es freut mich, dass dir die Infos hier geholfen haben. Klappt es denn auch schon umgekehrt, dass du den Roller fährst und dein Freund voraus? Ich vermute einmal, dass du überwiegend den Roller fahren möchtest. Das wäre ein weiterer Schritt und wenn das klappt dann sollte der "Hase" nur noch kurz vorlaufen, den Impuls geben und dann aufhören, so dass das Doggie alleine weiterzieht. Und auch das immer weniger werden lassen.

  • #10

    Jennifer Spur (Montag, 21 Juli 2014 23:16)

    Hi Andreas.
    Ja genau, ich werde auch gezogen und mein Freund
    rennt vor. Er zieht gleichermaßen gut.
    Aber danke für den Tipp zum nächsten Schritt.
    So werden wir das nun ausbauen.
    Am schwersten ist für uns immer noch der Start, wenn der Hund erst einmal zieht, dann zieht er. Der Start ist noch schwer.
    Aber Meister sind ja auch noch nie vom Himmel gefallen, wir trainieren weiter.
    Ich freue mich sehr über alle Tipps, die du uns geben kannst.
    LG

  • #11

    Urslen (Dienstag, 29 Dezember 2015 11:11)

    Hallo
    Vorab ein dickes Kompliment für Erklärungen und das gelungene Video. Wie reagiert man am besten wenn einem unangeleinte teilweise recht aggressive Hunde angehen bzw. verbellen und die Konfrontation suchen? Habe zwei Schäfis, Beide sehr gut erzogen. Mich nerven diese "Tutnix" Hunde samt "kannnix" Menschen sehr! :-( Wie geht man da am Besten vor? Manche schalten so sehr auf durchzug. :-( Mich würde einfach mal interessieren ob es nur mir passiert oder auch Anderen....und wie man damit am besten umgeht. Ganz lieben Dank schon im voraus. LG Urslen

  • #12

    Andreas (Dienstag, 29 Dezember 2015 12:36)

    Hi Urslen,
    zunächst Danke für das Lob. Aber jetzt zum Thema. Es ist wie bei nahezu allen Hundeverhaltensdingen: 1/3 ist es die Genetik des Tieres, 1/3 seine Sozialisation und 1/3 Erziehung/Trainig. Wir haben auch solche Ausraster-Hunde, aber ich versuche meine Beiden dahingehend zu trainieren, dass sie diese nahezu völlig ignorieren. Auch das klappt nicht immer, aber überwiegend. Das Training findet bei uns auch immer bei den Spaziergängen statt, dass geht nämlich einfacher, weil da Rad oder Roller nicht stören.