Zubehör

Luftpumpe

Die Luftpumpe - ein Klassiker. Entweder hat man sie nicht dabei wenn man sie braucht oder man pumpt sich einen Wolf, bis der MTB-Reifen wieder einigermaßen Druck hat.

 

Von den kleinen Helferlein für unterwegs habe ich schon so manches Modell verteufelt. Entweder haben sie zu wenig Hub, ein starres und unflexible Ventilstück ... ach, davon kann fast jeder Radler ein Lied singen.

Praxistipp Lezyne Alloy Drive ABS Einblenden
Luftpumpe mit Meterstab
Lezyne Alloy Drive ABS Luftpumpe - 23 cm Packmaß

Durch Zufall bin ich auf die Lezyne Alloy Drive ABS Luftpumpe gestoßen, die mit ihren 23 cm Länge zwar nicht mehr in eine Jackentasche passt, die aber einen äußerst stabilen Eindruck macht und mit einem gehörigen Lufthub daher kommt. Komplett aus Alu gefertigt und hochglanzpoliert wiegt sie etwa 110 g. Nach Herstellerangaben können mit ihr maximal 8,3 bar Druck erzeugt werden (120 Psi).

 

Mitgeliefert wird die übliche Halterung für die Trinkflaschenbohrungen. Das Kunststoffmaterial der Halterung könnte etwas stabiler ausgelegt sein. Der Halter macht einen etwas "flatterigen" Eindruck und passt gar nicht so richtig zur sehr stabilen Pumpe.

Pumpe mit Schlauch
Pumpe mit angesetztem Schlauch

Die Pumpe selber ist sowohl für die französichen Presta- (oder Sclaverand-)  als auch für die Schraderventile (Autoventil) verwendbar. Gelöst wird dies durch einen ca. 12 cm langen Gummischlauch, der verschraubt in der Pumpe sitzt. Mit diesem Schlauch wird eine flexible und gut handhabbare Verbindung zum Schlauchventil hergestellt. Am Adapterschlauch befindet sich auch ein Druckablassventil, das das Abnehmen vom Fahrradventil erleichtert.

 

Gummikappen verschließen die Öffnungen der Pumpe und des Schlauchs. Hier wird sich die Praxistauglichkeit herausstellen müssen.

Pumpe
Ausgezogene Pumpe mit abgenommenem Fahrradhalter

Ein erster Test ...

verlief sehr erfreulich. Der Schlauch mit dem Schraderaufsatz wird auf das Schrader- (Auto-)Ventil aufgeschraubt. Der gänzlich entleerte 26 x 2.25er Reifen konnte mit 200 zügig ausgeführten Pumpbewegungen auf 2 bar aufgepumpt werden. Dabei erwärmte sich der Alukorpus der Pumpe, ohne aber unangenehm heiß zu werden. Ein problemloses Weiterpumpen wäre möglich gewesen. Die Pumpe lag gut in der Hand und vermittelte einen stabilen und zuverlässigen Eindruck.

Halterung für Garmin GPS

Für eine Befestigung klassischer GPS-Geräte am Fahrrad- oder Motorradlenker gibt es meist herstellerspezifische Eigenlösungen. Für mein Garmin GPSmap 60CSx, seit vielen Jahren treuer Begleiter auf den Touren, gibt es dementsprechend auch einen passenden Halter von Garmin. Nach dessen Inaugenscheinnahme habe ich mich aber entschlossen, dieses mir wenig Vertrauen vermittelnde Plastikteil nicht zu verwenden.

 

Die auf Test- und Kaufportalen geschilderten Praxiserfahrungen zu dieser Halterung sind entsprechend der Bauform und dem Material sehr unterschiedlich. Von "ungeeigenet" über "mit starkem Gummiband geht es" bis "unbrauchbar und durchgebrochen" findet man alles.

Mit Blick auf die sehr ausgeprägten Offroad-Trails und die Gebirgspisten, die ich meist fahre, habe ich mich auf dieses gerätefressende Experiment nicht eingelassen.

Touratech-Halterung für GPS
Touratech-Halterung für GPS

Mit Blick auf die Belastungen die im Motorradsport auf die Geräte einwirken und daher den Massstab für mich darstellen, fiel meine Wahl auf eine, zugegeben monströs wirkende, Halterung der Firma Touratech. Diese aus Aluminium gefertigte Lenkerhalterung ist mittels Adapter auch im MTB-Bereich einsetzbar.

 

Es gibt sie in der Ausführung für Fahrradlenker oder in der Variante für Motorradlenker plus einem Adapter.

 

Die gesamte Halterung ist äußerst stabil und hat eine herforragende Paßform. Das GPS wir zuverlässig fixiert und bleibt auch bei extremen Stößen sicher in der Halterung. Das Aufnahmeelement ist mit verschraubten Gumminoppen von der Befestigungsplatte entkoppelt, so dass Stöße sicher abgepuffert werden.

GPS in die Halterung eingesetzt
GPS in die Halterung eingesetzt

Alle Verbindungen sind geschraubt, so dass sie bei Bedarf nachgezogen werden können. Aus ein Austausch ist so einfach zu handhaben.

 

Zusätzlich sichere ich das GPS noch mit einer Schlaufe am Lenker, damit es, fall die Halterung doch einmal versagen sollte, nicht direkt wegfliegt.

 

Wer viel mit Navi auf dem Fahrrad unterwegs ist, für den lohnt sich diese Investition allemal. Ein neues GPS ist auf jeden Fall deutlich teurer!

GPS-Tacho - Vergleich

Holux GPSport 245
Holux GPSport 245

Bis 2019 verwendete ich zur Tourenaufzeichnung den Holux-GPS-Tacho GPSport 245. Dieser ist mit einem MTK 3329-Prozessor ausgestattet, der vom Hersteller technisch nicht mehr unterstützt wird. Daher zeichnet der GPS-Empfänger seit dem letzten Week-Rollover-Problem nicht mehr fehlerfrei auf, denn ein Update wird nicht angeboten. Trackabweichungen entstehen und Laufzeitinformationen (Datum, Uhrzeit) fehlen. Die Verwendung ist noch möglich, aber unter Trainings-, Dokumentations- oder Navigationsgesichtspunkten nicht mehr sinnvoll.

 

Dieser Tacho war für all meine Aktivitäten ideal. Sowohl beim Zughundesport als auch auf unseren Bergwanderungen dokumentierte ich damit unsere Touren. Die Bedienung war denkbar einfach: einschalten und an den Lenker bauen bzw. ab in die Jackentasche und los ging es. Die Software stabil und regelmäßige Updates hielten alles am Laufen.

Mit der Umstellung suchte ich jetzt einen Tacho, der diesem nahe kam. Mein Wahl viel auf den Garmin Edge 130.

Garmin Edge 130
Garmin Edge 130

Quasi das Einsteigergerät zur GPS-basierten Tourenaufzeichnung dieses Herstellers, aber mehr brauche ich auch nicht, da ich damit weder Touren plane noch Trainingspläne erstellen und abarbeiten will. Trotzdem ist der Tacho in Sachen Funktionsumfang nicht mit dem Holux vergleichbar (der ist auch gut 10 Jahre älter als der Edge). Der Edge 130 unterstützt externe Sensoren über ANT+, sodass ich mich für einen Geschwindigkeitssensor und eine Fernbedienung entschieden habe.

Auf den Funktionsumfang möchte ich gar nicht weiter eingehen, da verweise ich auf die Website des Herstellers. Ich möchte aber auf einige Punkte eingehen, die bei meiner Verwendung des Tachos positiv wie auch negativ aufgefallen sind.

 

Beginnen wir mit den positiven Dingen.

Das Gerät ist klein und leicht, das Display gut ablesbar, die Schrift sehr deutlich. Die Datenoberfläche ist vielfältig anpassbar, das GPS-Signal ist schnell gefunden und es gibt eine Öse für ein Sicherungsband. Die original Auslesesoftware ist rein webbasiert, der Tacho wird aber beim Anschluss an den PC als Laufwerk erkannt und die aufgezeichneten Daten liegen in einem Ordner vor. Somit ist die Sicherung problemlos möglich und zudem können Fremdprogramme zu Datenauswertung auf diese Ordner (oder die Backups) zugreifen. Die Daten liegen nativ im FIT-Format vor. Das ermöglichte mir, sowohl die Altdaten des Holux als auch die neuen Daten des Edge in einem Programm (MyTourbook) zusammen zu führen. So habe ich einen Gesamtüberblick über alle Zughundesportaktivitäten seit dem Beginn mit dem Holux im Jahr 2009.

Nach einige Zeit stellten sich ein paar Eigenarten beim Edge 130 heraus, die mir missfielen.

Sei es in der Bedienung der Oberfläche oder mehrerer Ausfälle im laufenden Betrieb. Dinge an die man sich gewöhnen kann oder die auch beim Holux vorkamen. Allerdings gibt es auch Punkte, die mir gar nicht gefallen. Die Laufzeit des verbauten Akkus ist relativ gering, insbesondere wenn man zusätzliche Sensoren benutzt. Im Gegenzug dauert das Aufladen vergleichsweise lang. Was mir aber überhaupt nicht gefällt und die Verwendung des Egde 130 auf meinen (Berg-)Wanderungen fast unmöglich macht ist die extreme "Leichtgängigkeit" der Bedientasten. Ein Transport in der Jackentasche ohne dass die Tasten das Gerät dann verstellen oder ausschalten ist kaum möglich und gelingt nur zufällig. Bisher ist mir das immer passiert. Eine Key-Lock-Funktion gibt es leider nicht.

Das führte dazu, dass ich mich nach einer Alternative umgesehen habe, die mir auch diese Verwendung ermöglicht. Die Wahl fiel auf den ROX 10.0 von Sigma.

SIGMA ROX 10.0
SIGMA ROX 10.0

Zugegeben, der ROX 10.0 ist nicht mehr das neueste Gerät. Vergleichbar wäre eher der PURE GPS oder der ROX 11. Da mir die Gräte aber zu teuer sind, nur um eine gefällige Alternative zu finden, habe ich den ROX 10.0 gebraucht gekauft.

 

Um es kurz zu machen: ja, das mir wichtige Hauptmerkmal ist erfüllt, die Tasten des ROX sind im Vergleich zum Edge 130 schwergängig, sodass ein ungewolltes Verstellen kaum passieren wird. Der Computer wird mir also auf den Wandertouren den gewollten Dienst leisten. Aber auch beim ROX gibt es ein paar Punkte, die mir nicht gefallen, weswegen er mir den Edge 130 im ZHS zumindest derzeit nicht ersetzen wird. Das Display ist (baualterbedingt) nicht so gut ablesbar, da es noch auf der DOT-Matrix-Technik basiert. Auch ist das Auslesen der Touren nur mit der Sigma-eigenen Originalsoftware möglich, da das Gerät nicht als eigenständiges Laufwerk im PC erscheint. Zumindest in der neuesten Software-Version ist ein Export als FIT-Datei möglich, die von MyTourbook auch vollständig erkannt wird. Somit ist eine gute Dokumentation unserer ZHS-Touren möglich. Die Datenerfassung ist beim ROX sehr umfangreich, zudem können auch mehrere Fahrräder hinterlegt werden. Und auch die persönlichen Daten, die im Gerät hinterlegt werden können, ermöglichen eine tourenbezogene Leistungsdatenauswertung, auch ohne Körpersensoren.

Vergleich der Verschlussnasen der beiden Computer
Vergleich der Verschlussnasen der beiden Computer

Leider hat es der Hersteller versäumt, eine Öse für ein Sicherungsband vorzusehen, wie es bei amerikanischen Herstellern üblich ist. Das Gerät wird also nur von der Lenkradhalterung gehalten und kann somit relativ leicht verloren gehen. Und wer weiß, wie schnell es beim ZHS ruppig werden kann, der schätzt eine zusätzliche Sicherung an den Geräten ungemein. Das Thema wird dann noch zusätzlich wichtig, wenn man sieht, wie klein die Kunststoffnasen an der Geräteunterseite sind, die den Tacho in der Halterung fixieren und wie stark diese abnutzen. Zwar sind es beim ROX vier Nasen, gegenüber den zwei Halterungen beim Garmin, die sich im 90-Gradwinkel gegenüberstehen, groß und robust sind sie für mich nicht. Da wäre eine zusätzliche Sicherung von Vorteil. (Anmerkung: die aktuellen Geräte sind technisch mit den Garmin-Halterungen kompatibel, was auch auf die externen Sensoren zutrifft - hier ist der ROX 10.0 technisch nicht mehr Stand der Dinge).

Mein Fazit:

Beide Tachos erfüllen ihre Aufgabe der Dokumentation unserer Touren im ZHS, allerdings ist dafür der Edge 130 weiterhin meine erste Wahl. Dagegen wird mich der ROX 10.0 eher auf Wanderungen und meinen Rennradtouren begleiten.

Helmkamera

 

Purer Luxus! Aber, genau so wie der GPS-Tacho, ein sehr bald "notwendiges" Gadget! Der Zughundesport im Web lebt von minutenlangen Filmen, in denen Hunde "stur" geradeaus laufen. Sehenswert!

 

Ich habe mich für die Contour +2 entschieden, weil sie ein robustes Metallgehäuse hat und zudem eine einigermaßen windschnittige Form und nich wie ein eckiger Klotz auf dem Helm steht. Zudem hilft der roten Laser (vorn unter der Glasscheibe) beim Ausrichten der Kamera. Der Schiebeschalter, oben auf dem Gehäuse, lässt sich auch ohne Blickkontakt und mit angezogenen Handschuhen gut betätigen.

 

Ein Test (des Vorgängers Contour HD) aus dem April 2011 findet sich bei SPIEGEL-online.

 

Leider gibt es derzeit (2021) keinen Vertrieb außerhalb der USA.

Contour +2

Der Grundaufbau entspricht der älteren Contour HD (s.u.). Geändert wurde die Abbildungsleistung, die jetzt bei max. Full HD liegt. Hinzu gekommen ist ein HDMI-Anschluss und die Verbindungsmöglichkeit per Bluetooth zu Smartphone und Tablets (Apps im jeweiligen Store), um die Kamera zu konfigurieren und zu steuern.

Gut zusehen: der hinzugekommene HDMI-Anschluss und der Wahlschalter für die unterschiedlichen konfigurierbaren Aufnahmemodi. Die Abdeckung der Schnittstellen ist jetzt auch deutlich stabiler und mit einer Feder versehen, die die Bedienung deutlich verbessert. Zudem sind auch USB- und HDMI-Buchse zugänglich, ohne die Klappe öffnen zu müssen. Sie werden durch Gummikappen verschlossen.

In der Größe ist die Camera baugleich mit ihren Vorgängermodelle, auch die Halterungen für Helm etc. sind kompatibel.

Contour HD

Details

Kamera mit Akku; Foto: Fuchs
Kamera mit Akku; Foto: Fuchs

Hier ein Größenvergleich: Kamera und der zugehörige Flachakku (unten). Der blaue Mignon- bzw. AA-Akku dient als Größenvergleich.

 

Gut zu sehen sind die Befestigungsnuten an der trapezförmigen Halterung unter dem tonnenförmigen Kameragehäuse. Hier werden die jeweiligen Halterungen hineingeschoben. Diese Nuten sind auf beiden Seiten vorhanden. So kann die Kamera flexibel angebracht werden.

Contour HD; Foto: Fuchs
Contour HD; Foto: Fuchs

Die beiden linken Pfeile zeigen auf Einstellungsmarkierungen, denn die Optik der Kamera ist drehbar. Der deutlich sichtbare Metallring, links, kann um 90° gedreht werden. Dadurch ist auch eine liegende Kameramontage möglich.

 

Der Pfeil rechts oben zeigt auf den Ein- und Ausschalter, mit dem die Aufnahme der Kamera aus der Bereitschaft heraus gestartet oder gestoppt werden kann. Größe, Form und Beschaffenheit des Schiebeschalters ermöglichen eine gute Bedienung auch mit Handschuhen.

 

Der Untere Pfeil zeigt auf die Aufnahmeschienen (beidseitig) für die verscheidenen Befestigungselemente an Helm- und Lenkermontagen.

Linse mit Laser-Pointern; Foto: Fuchs
Linse mit Laser-Pointern; Foto: Fuchs

Hier zu sehen (die beiden Pfeile deuten darauf) die zwei Laser-Pointer. Sie helfen die Ausrichtung der Kamera zu bestimmen. So ist sichergestellt, dass man auch das filmt, was man haben will.

Rückseite - Verschlussklappe; Foto: Fuchs
Rückseite - Verschlussklappe; Foto: Fuchs

Die Elemente von oben nach unten:

  • Anzeige für den Batterie-Status
  • Einschaltknopf
  • Anzeige für den Speicher-Status
Geöffnete Verschlussklappe; Foto: Fuchs
Geöffnete Verschlussklappe; Foto: Fuchs

Blick auf die Bedienelemente bei geöffneter Verschlussklappe:

  1. Lampe des Akkulade-Indikators
  2. Schalter für Auswahl HD/SD Modus
  3. USB-Buche
  4. Schalter ein/aus
  5. Aufnahme Speicherkarte (MicroSD)
  6. Lampe Speicherstatus
  7. Akku
  8. Verschlussdeckel