Beleuchtung

Helmlampen

MagicShine MJ 880 U2 Eagle Eye

Die MagicShine MJ 880 U2 Eagle Eye ist eine Highend-Fahrradlampe. Sie unterscheidet sich optisch nicht von der MJ 880 Eagle Eye. Aber mit 200 Lumen mehr Leistung geben die beiden LEDs zusammen jetzt 2.200 Lumen (entspricht ca. 147 Watt) ab.

 

Eine veränderte Platine verbessert zudem die Wärmeableitung, so der Hersteller.

 

Die Lampe erreicht eine Leuchtweite von ca. 500 m, theoretisch, denn die Praxis sieht da meist anders aus. Dazu aber später mehr.

Das komplette Lampenset und zusätzliches Zubehör
Das Gesamtpaket: Lampe Akku, Kopfband

Lieferumfang

 

Lampenkopf mit Kabel, Akku mit Spanngummis zur Befestigung am Fahrradrahmen (eines der Gumis ist zu besseren Sichtbarkeit abgenommen). Das abgebildete Kopfband (oben rechts) ist Extrazuhebör.

 

Nicht im Bild: Y-Gummi zu Befestigung des Lampenkopfes am Fahrradlenker, Ladegerät und Dokumentation.

Lampenkopf und Bedienung

 

Der Lampenkopf ist sehr kompakt (LxBxH 58x49x45 mm) und wiegt mit dem ca. 250 mm langen Kabel etwa 130 g. Das Material des Kopfes ist eine Aluminium-Legierung, deren Oberfläche kratzfest und schwarz eloxiert ist. Der Kopf ist nach IP64 Standard geschützt (staubdicht und gegen allseitiges Spritzwasser).

Lampe mit Standby-Licht und Akkuzustandsanzeige
Ladestandsanzeige über farbliche Beleuchtung der Bedienknöpfe

An der Oberseite des Lampenkopfes befinden sich zwei Bedienknöpfe, die, typisch für Magicshine, farblich beleuchtet sind und über die Farben den Ladestand des Akkus wiedergeben: Grün steht für 70-100 % Akkuladung, Blau für 40-70 % und Rot für 10-40 %. Hinzu kommt ein rotes Blinken, wenn die Kapazität unter 10 % liegt. Eine gute Hilfe, die aber bei der Verwendung als Helmlampe nur vor dem Aufsetzen der Lampe und am Ende der Tour hilft, da der Lampenkopf während des Tragens natürlich nicht betrachtet werden kann. Eine Hilfe ist es trotzdem!

Die Zwei-Knopf-Bedienung bietet durchaus Vorteile gegenüber einer Ein-Knopf-Technik, ist aber sicherlich Geschmackssache. Die Lampe lässt sich mit beiden Knöpfen ein- und ausschalten. Beim Einschalten ist mit einfachem Klick die Lampe sofort an. Undokumentiert, in der ohnehin sehr spärlichen Dokumentation, ist allerdings, dass dabei der rechte Knopf (in Abstrahlrichtung gesehen) die Lampe mit voller 100 % Leistung einschaltet, der linke Knopf hingegen mit der 10 % Leistungseinstellung. Für meinen Geschmack ein nettes Feature, denn so kann man der Situation entsprechend die Leistung wählen. Zum Ausschalten muss einer der beiden Knöpfe ca. 2 Sekunden lang gedrückt gehalten werden.

 

Die Lampe liefert fünf Leistungsstufen, die mit den Knöpfen eingestellt werden können:

10 %, 25 %, 50 %, 75 % und 100 %

 

Dabei schaltet der rechte Knopf die Leistung hoch, der Linke schaltet herunter.

Akku und Ladegerät

 

Der Akku ist ein Schwergewicht! Was aber bei einer Kapazität vom 6600 mAH auch nicht weiter verwundert. Er ist mit seinem 700 mm langen Kabel ca. 390 g schwer. Die Maße von 90 x 68 x 55 mm (L x B x H) und das schlag- und wasserfeste Gehäuse machen deutlich, dass er als Rahmenakku konzipiert ist. Die Befestigung erfolgt mittels abnehmbaren Gummibändern. Trotz seiner Größe kann ich den Akku sehr gut in der Innentasche meiner Jacke unterbringen – die Gummis natürlich abgenommen.

 

In Verbindung mit dem Lampenkabel ergeben sich insgesamt 950 mm Kabellänge, die eine Helmbefestigung der Lampe und einen Transport des Akkus in der Jackentasche ermöglicht. Allerdings ist eine Befestigung z.B. am Hosengürtel nicht möglich, da ist bei mir das Kabel zu kurz. Eine (lieferbare) Verlängerung wäre hier nötig. Es gibt aber auch kleinere Akkus, mehr dazu unter Zubehör.

 

Das Ladegerät hat eine Ladestromregelung, die eine Überladung des Akkus verhindert. Leider wurde der Anschlussstecker in der Form verändert, so dass Akkus anderer Magicshine-Lampen hieran nicht angeschlossen werden können.

Zubehör

 

Als Zubehör gibt es ein 1000 mm langes Verlängerungskabel, ein Y-Kabel zum Anschluss einer weiteren Lampe, eine Helmbefestigung, ein Kopfband, Ersatz-Y-Gummis zu Befestigung am Lenker oder anderen Halterungen.

 

Ferner einen Zusatz-Akku mit 4400 mAh Kapazität und einem Adapterkabel für alle MJ-Lampen. Leider werden keine Maße und Gewichte dieses kleineren Akkus publiziert, ich gehe aber von einer entsprechenden Gewichts- und Größenersparnis aus.

 

Für die Helmbefestigung verwende ich das Kopfband, da es sich auch ohne Helm verwenden und mit den helmseitigen Befestigungshaken sicher fixieren lässt. Auf Standard Fahrradhelmen wird sicher das Helmband bessere Dienste leisten. Mein Kombihelm von Salewa (Klettern, Ski, Fahrrad, Snowboard) hat diese typischen Haken für die Lampenbefestigung.

 

Positiv fällt auf, dass das beschriebene Zubehör preislich nicht sonderlich ins Gewicht fällt und die günstige Lampe nicht über die Hintertür nachträglich verteuert!

Praxistest - Ausleuchtung/Lampenleistung/Bedienung

 

Ich teste hier zunächst nur die Variante als Helm- bzw. Kopflampe.

 

Der Lampenkopf lässt sich mit dem Y-Gummi problemlos an der Halterung des Kopfbandes befestigen. Der Sitz ist fest, kann aber leicht im Neigungswinkel verändert werden. Trotzdem veränderte sich der Neigungswinkel des Lampenkopfes auch auf ruppigen Trails nicht. Das Kopfband selbst ist sehr leicht und wirkt auf den ersten Blick mit dem Gewicht des Lampenkopfes etwas überfordert. Bei der Nutzung am Helm ist davon aber nichts zu spüren. Lediglich bei der Verwendung über Mützen oder Caps könnte das Band etwas bereiter sein.

 

Die Bedienung des Lampenkopfes ist mit (dicken) Handschuhen etwas fingerig, da die Bedienknöpfe unter dem Schutzgummi nicht besonders erhaben sind. Mit der Zeit und häufigerer Benutzung ist es aber akzeptabel.

 

Die Ausleuchtung der Trails erfüllt meine Erwartungen voll!

 

Hier spielt die Magicshine in der Liga von Lupine und Co. Im Vergleich zur Wilma 7 geht die Ausleuchtung sogar seitlich etwas weiter. Die maximale Leuchtweite habe ich nicht getestet, weil sie für meine praktische Nutzung nicht wichtig ist. Aber in einer Entfernung von ca. 100-150 m vor dem Leithund wird der Trail exzellent ausgeleuchtet und das bereits bei einer Leistungseinstellung von 50 %. Erst für schnellere Fahrten (ab 25-30 km/h und darüber), bei denen die Erfassung von Hindernissen oder Wegeunebenheiten in völliger Dunkelheit extrem wichtig wird und schnell erfolgen muss, ist eine Erhöhung der Leistung auf mind. 75 % der Leuchtkraft nötig. Positiver Nebeneffekt, der Akku hält bei geringerer Einstellung natürlich länger bis zum nächsten Ladezyklus.

 

In der Morgendämmerung, wenn das Sonnenlicht bereits so stark ist, dass es die Wirkung kleinerer und leistungsschwächerer Lampen bereits aufhebt, hat die MJ 880 U noch Reserven und verliert kaum an Leuchtkraft. Dies hilft bei wechselnden Lichtverhältnissen.

 

Auf Trails, die seitlich nicht oder nur einseitig bewachsen sind und bei denen daher Reflektionsflächen durch Laub etc. fehlen, liefert die Lampe ein zuverlässiges Licht. Auch die feuchten, dunklen Waldwege, die jedes Licht nahezu zu verschlucken scheinen, werden sicher ausgeleuchtet. Allerdings muss hier die Lampe schon auf mindestens 50 % oder besser 75 % betrieben werden.

 

Der Einsatz bei Regen, Schnee und Nebel konnte mangels entsprechenden Wetters noch nicht getestet werden. Sobald dies möglich ist werde ich meine Erfahrungen nachtragen.

 

Einen direkten Vergleich mit anderen Lampen habe ich nicht dokumentiert, da der Aufbau für eine solche Fotoserie ziemlich aufwendig ist. Aber es findet sich bei bike2do.de ein entsprechendes Vergleichsbild. Abgebildet ist dort aber die MagicShine-Lampenvariante mit "nur" 2.000 Lumen.

Lampe mit Helmband und Akku am Helm befestigt
Grüne "Notbeleuchtung"

Nettes Feature

 

Sobald die Lampe mit dem Akku verbunden wird, leuchten die beiden LEDs schwach grün auf. Das ist ganz nett, um bei bereits stark verringerter Akkuleistung (unter 10 %) vom entgegenkommenden Verkehr noch gesehen zu werden. Für meine Anwendung ist es aber ohne Belang und zudem ist die Leuchtkraft für andere Situationen (im Keller, in der Garage) zu gering ist. Allerdings bedingt dies auch, dass der Akku nach Benutzung immer vom Lampenkopf getrennt werden muss, da sich der Akku sonst entleert. Das führt zu m.E. unnötigen Belastungen auf den Steckverbinungen und ist bei anderen Lampen nicht so.

Fazit

 

Mein bisheriges Fazit:

 

Eine leistungsfähige Lampe, die, mit kleinen Einschränkungen in der Handhabung mit Handschuhen, bei einem Preis von knapp 190 EUR (ohne Zubehör) leistungsseitig in der 1. Liga spielt.

 

Nach etwa einem Jahr versagte die Lampe, was nach Händlereinschätzung auf einen Kabelbruch am Akku, der auf Zug auf das Kabel zurückzuführen sein sollte. Der Akku wurde getauscht. Da ich den Akku immer in der Jackentasche trage und das Kabel dafür Überlänge hat, kann ich das aber ausschließen. M.E. ist es eher ein Qualitätsproblem der verwendeten Materialien bzw. Kabel.

Stand: November 2013

Eine Straßenzulassung nach StVO hat diese Lampe nicht.


Lupine Wilma 7

Wilma 7 mit Akku und Helmbefestigung
Wilma 7 mit Akku und Helmbefestigung

Bei Fahrten im Dunkeln und in der Dämmerung, insbesondere mit dem KickSpark, an dem keine Lenkerlampe befestigt ist und bei denen die Helmlampe die einzige Lichtquelle ist, sind die meisten Helmlampen nicht ausreichend hell. Auch die unten beschriebene Silva L1 bietet dafür nicht genügend Leistung. Hinzu kommen die mit dem Scooter gefahrenen hohen Geschwindigkeiten, die locker an die 30 - 40 km/h heran kommen und eine sehr gute Ausleuchtung der Wegstrecke verlangen, um Hindernisse wie Äste oder Bodenunebenheiten rechtzeitig erkennen zu können.

 

Aus diesem Grund fiel meine Wahl auf die Wilma 7 von Lupine. Eine Hochleistungslampe, die mit:

  • 17W High Power LED
  • 4 High Power LED's, 4- Fach Linsenarray, Abstrahlcharakteristik 15°
  • 1100 Lumen
  • 7.5 Ah Li-Ionen Rahmenakku
Zubehör zur Wilma 7
Zubehör zur Wilma 7

Zum Vergleich: aktuelle Beamer haben eine Helligkeit von 1.300 bis 5.000 Lumen.

 

Die Wilma kommt noch mit reichlich Zubehör und natürlich einem spezifischen Ladegerät daher. Die Leuchtintensität lässt sich in Stufen programmieren. Die deutsche Bedienungsanleitung ist einfach, aber klar verständlich.

Lampenkopf Wilma 7
Lampenkopf Wilma 7

Ein nicht ganz unwichtiges Detail: der auch mit Handschuhen noch gut zu ertastende und zu bedienende Schaltknopf der Lupine (im gelben Kreis).

Fazit

Die Wilma 7 ist eine sehr zuverlässige, stabile und einfach zu bedienende Lampe mit einem qualitativ hochwertigen Akku. Mittlerweile sind preisgünstigere und leistungsfähigere Modelle anderer Hersteller im Handel (s.o.). Aber die müssen sich erst noch in Sachen Haltbarkeit, Langlebigkeit und Service beweisen.

 

Ich möchte die Wilma auch auf Grund ihrer Einfachheit in der Bedienung nicht missen. Zudem darf man nicht vergessen, die Lampe ist bei mir seit knapp vier Jahren im regelmäßigen Einsatz und das ohne jeden Defekt oder Ausfall. Und zu der Zeit war sie in ihrer Leistungsklasse konkurrenzlos.

 

(Stand: Dezember 2012)

Eine Straßenzulassung nach StVO hat diese Lampe nicht.