Beleuchtung

Helmlampen

Silva Cross Trail II

Silva Cross Trail II
Silva Cross Trail II

Nachdem sich meine bisherige Silva-Helmlampe nach 8 Jahren ins Technik-Nirvana verabschiedet hat, habe ich mit der Cross Trail II wieder eine Silva-Lampe als Ersatz ausgewählt.

 

Mit 250 Lumen Leuchtkraft ist sie ein guter Kompromiss zwischen Helligkeit und Batterielebensdauer. Die Alternativen wären deutlich schwächer oder aber deutlich heller gewesen. Ersteres hätte die Verwendung fürs Scooten bei Nacht verhindert, letzteres die Einsatzdauer erheblich verkürzt.

Ich habe mich auch bewusst gegen eine Akku-Variante entschieden, weil ich mit Batterien/Wechsel-Akkus flexibler bleibe.

Technische Daten

  •  1x High Power LED und 2x 5 mm LED
  •  4 AA Batterien  in externem Batteriegehäuse
  •  80 g Gewicht ohne Batterien
  •  130 g Batteriepack
  •  Leuchtdauer 30 h/5h 30 Min (Min/Max)
  •  Leuchtweite 85 m bei 250 Lumen (Lm)
  • Spritzwassergeschützt nach IPX6
  • Geeignet für Laufsport, Radsport und Skilanglauf

Ausgestattet ist die Lampe mit dem sogenannten „Intelligent Light“. Dabei wird das Licht der Lampe nicht nur nach vorn ausgereichtet, sondern auch seitlich verteilt. Dies soll helfen, die notwendigen Kopfbewegungen zu reduzieren.

Lieferzubehör Silva Cross Trail II
Lieferzubehör Silva Cross Trail II

Lieferumfang

 

Der vertikal verstellbare Lampenkopf ist auf die Halterung am Stirnband abnehmbar montiert. Das Band ist innen mit einem rutschhemmenden Streifen versehen. Das Kabel zum Batteriepack ist 147 cm lang und kann somit problemlos in Jacken- Rucksack- oder Hosentaschen verstaut werden. Am Batteriepack ist an der einen Längsseite eine Halteklammer aus Kunststoff. Auf der anderen Längsseite ist ein Moosgummi aufgeklebt, damit bei einer möglichen Fahrradrahmenbefestigung nichts zerkratzt wird.

Zwei bewegliche und abnehmbare Halterungen fixieren das Kabel es am Kopfband.

Zusätzlich befinden sich eine Lenkerhalterung und eine Helmhalterung in der Verpackung. Die Helmhalterung soll aufgeklebt werden, was die Verwendung an mehreren Helmen verhindert. Ein Fixierband für das Batteriepack ist ebenso dabei wie ein Gürtel aus Gummizuggewebe, der beim Joggen oder anderen Aktivitäten das Batteriepack halten soll. Die Kurz-Bedienungsanleitung ist ein kleines Leporello, die Komplettanleitung kann als PDF von der Silva Seite heruntergeladen werden. Nicht im Bild: vier AA-Batterien.

Verpackung


Eigentlich bewerte ich Verpackungen nicht. Aber hier fiel mir die innere Kunststoffschale der ansonsten aus Pappe und einem Sichtfenster bestehenden Verpackung auf. Da hätte man mit etwas Hirnschmalz sicher auf eine Papp-Alternative kommen können.

Eindruck


Der Stecker, der Batteriepack mit der Lampe verbindet ist eine Silva-Eigenkonstruktion, der so die Benutzung anderer Packs oder Akkus verhindern soll. Nun gut, wer schon einmal einen Lötkolben in der Hand hatte, den schreckt das nicht ab. Die Steckverbindung ist aber fest und Stecker und Buchse verbinden sich präzise.


Der längliche Lampenkopf ist an der einen Seite an der Halterung angebracht, die andere Seite nimmt den großen und mit Handschuhen gut zu bedienenden Schalter auf. Der gesamte Lampenkopf kann von der Stirnbandhalterung mittels Druckmechanik abgenommen werden und so an die Fahrradrahmen- oder Helmhalterung angebracht werden. Da beide Varianten für mich derzeit nicht in Frage kommen, probiere ich sie auch nicht aus, um das Kunststoffmaterial nicht unnötig zu beanspruchen.


Der Lampenkopf wirkt auf den ersten Blick billig bzw. wenig wertig. Einfaches Plastik, auch die Scheibe, die die LEDs schützt, wirkt so. Die LEDs, das sind eine Hochleistungs-LED und zwei kleinere LEDs, die ein einfaches, aber für den Hundespaziergang durchaus ausreichendes Licht spenden. Für mich der sogenannte „Gassi-Modus“.


Eingeschaltet wird die Lampe durch einmaligen Druck auf den Knopf, so startet sie immer im Volllastmodus (= 250 Lumen). Danach wird bei jedem weiteren Knopfdruck in den mittleren und dann in den schwachen Modus geschaltet, dann in den Gassi-Modus. Ein langes Drücken des Knopfes schaltet die Lampe aus. Daraufhin zeigen grüne, gelbe und rote LEDs den Ladezustand (voll/mittel/schwach) durch ein schwaches Leuchten im Lampenkopf an. Die Anzeige verschwindet nach wenigen Sekunden. Ein langes Drücken der ausgeschalteten Lampe bringt diese in den Blinkmodus, der bei Gefahr oder in Notsituationen als auffälliges Signal dienen soll. Hilfreich wäre hier statt des nur stroboskopartigen Blinkens das alpine Notsignal.


Leider gibt Silva keine Auskunft, wieviel Lumen die anderen Leuchtzustände freisetzen. Vom Gefühl tippe ich aber auf eine jeweilige Halbierung der Leistung:

  • Voll – 250 Lm
  • Mittel – 125 Lm
  • Schwach – ca. 63 Lm
Lampenkopf von vorn
Lampenkopf von vorn
Seitlicher Einschaltknopf
Seitlicher Einschaltknopf

Anwendung


Das Lampenhandling ist unproblematisch, das Kopf-Gummiband sitz gut und da der Batteriepack nicht am Band angebracht ist, ist die Lampe gewichtsmäßig kaum zu spüren. Ein weiterer Vorteil, der Batteriepack behindert die Anbringung des Lampenbandes am Kletter-/Fahrradhelm nicht. Aus Gründen der Gewichtsverteilung wird der Batteriepack sonst gegenüberliegend zum Lampenkopf angebracht. Dort würde er bei einigen Helmen die Befestigung daran verhindern.  So funktioniert es an meinen beiden Salewa Kletter- und Bike-Helmen einwandfrei.


Die Ausleuchtung mit 250 Lm ist für das Scooten bestens geeignet. Der Trail war trocken und hatte auch genügen Bewuchs an den Seiten, so dass genügend Reflexionsflächen vorhanden waren. Selbst im mittleren Modus war ein sicheres Fahren sehr gut möglich. Nach zwei Fahrten wäre der mittlere Modus meine Dauereinstellung und die Steigerung nach oben somit bei Bedarf möglich. Der schwache Modus ist für Arbeiten rund um die Hunde und den Scooter ebenfalls gut geeignet, auch bei langsamen Fahrten oder auf beleuchteten Wegen, aber bei größeren Geschwindigkeiten einfach zu dunkel. Auch als alleinige Lampe eignet sich die Cross Trail II, allerdings fahre ich im Dunkeln immer mit einer zweiten Lampe am Lenker. Die dient der Nahbeleuchtung und ist bei Nebel, aufgrund der tieferen Positionierung als die Helmlampe, ein guter Nebelscheinwerfer.


Die Ausleuchtung des Trails ist ebenfalls gut, der Lichtstrahl ist zwar schon sehr gerichtet, aber das angepriesene „Intelligent Light“ ist deutlich sichtbar. Die Trail-Ränder werden mit beleuchtet. Hier muss ich aber noch genauer testen, das ist mit den ersten Eindrücken noch nicht abschließend zu beurteilen.


Jetzt muss die Lampe sich nur noch bei ungünstigen Lichtverhältnissen (z.B. Nebel oder lichtschluckender Trail, Dämmerung etc.) sowie im Regen beweisen.

Eine Straßenzulassung nach StVO hat diese Lampe nicht.

Stand: März 2015

MagicShine MJ 880 U2 Eagle Eye

Die MagicShine MJ 880 U2 Eagle Eye ist eine Highend-Fahrradlampe. Sie unterscheidet sich optisch nicht von der MJ 880 Eagle Eye. Aber mit 200 Lumen mehr Leistung geben die beiden LEDs zusammen jetzt 2.200 Lumen (entspricht ca. 147 Watt) ab.

 

Eine veränderte Platine verbessert zudem die Wärmeableitung, so der Hersteller.

 

Die Lampe erreicht eine Leuchtweite von ca. 500 m, theoretisch, denn die Praxis sieht da meist anders aus. Dazu aber später mehr.

Das komplette Lampenset und zusätzliches Zubehör
Das Gesamtpaket: Lampe Akku, Kopfband; Foto: Fuchs

Lieferumfang

 

Lampenkopf mit Kabel, Akku mit Spanngummis zur Befestigung am Fahrradrahmen (eines der Gumis ist zu besseren Sichtbarkeit abgenommen). Das abgebildete Kopfband (oben rechts) ist Extrazuhebör.

 

Nicht im Bild: Y-Gummi zu Befestigung des Lampenkopfes am Fahrradlenker, Ladegerät und Dokumentation.

Lampenkopf und Bedienung

 

Der Lampenkopf ist sehr kompakt (LxBxH 58x49x45 mm) und wiegt mit dem ca. 250 mm langen Kabel etwa 130 g. Das Material des Kopfes ist eine Aluminium-Legierung, deren Oberfläche kratzfest und schwarz eloxiert ist. Der Kopf ist nach IP64 Standard geschützt (staubdicht und gegen allseitiges Spritzwasser).

Lampe mit Standby-Licht und Akkuzustandsanzeige
Ladestandsanzeige über farbliche Beleuchtung der Bedienknöpfe; Foto: Fuchs

An der Oberseite des Lampenkopfes befinden sich zwei Bedienknöpfe, die, typisch für Magicshine, farblich beleuchtet sind und über die Farben den Ladestand des Akkus wiedergeben: Grün steht für 70-100 % Akkuladung, Blau für 40-70 % und Rot für 10-40 %. Hinzu kommt ein rotes Blinken, wenn die Kapazität unter 10 % liegt. Eine gute Hilfe, die aber bei der Verwendung als Helmlampe nur vor dem Aufsetzen der Lampe und am Ende der Tour hilft, da der Lampenkopf während des Tragens natürlich nicht betrachtet werden kann. Eine Hilfe ist es trotzdem!

Die Zwei-Knopf-Bedienung bietet durchaus Vorteile gegenüber einer Ein-Knopf-Technik, ist aber sicherlich Geschmackssache. Die Lampe lässt sich mit beiden Knöpfen ein- und ausschalten. Beim Einschalten ist mit einfachem Klick die Lampe sofort an. Undokumentiert, in der ohnehin sehr spärlichen Dokumentation, ist allerdings, dass dabei der rechte Knopf (in Abstrahlrichtung gesehen) die Lampe mit voller 100 % Leistung einschaltet, der linke Knopf hingegen mit der 10 % Leistungseinstellung. Für meinen Geschmack ein nettes Feature, denn so kann man der Situation entsprechend die Leistung wählen. Zum Ausschalten muss einer der beiden Knöpfe ca. 2 Sekunden lang gedrückt gehalten werden.

 

Die Lampe liefert fünf Leistungsstufen, die mit den Knöpfen eingestellt werden können:

10 %, 25 %, 50 %, 75 % und 100 %

 

Dabei schaltet der rechte Knopf die Leistung hoch, der Linke schaltet herunter.

Grafik Brenndauer
Grafik Akkulaufzeit

Akku und Ladegerät

 

Der Akku ist ein Schwergewicht! Was aber bei einer Kapazität vom 6600 mAH auch nicht weiter verwundert. Er ist mit seinem 700 mm langen Kabel ca. 390 g schwer. Die Maße von 90 x 68 x 55 mm (L x B x H) und das schlag- und wasserfeste Gehäuse machen deutlich, dass er als Rahmenakku konzipiert ist. Die Befestigung erfolgt mittels abnehmbaren Gummibändern. Trotz seiner Größe kann ich den Akku sehr gut in der Innentasche meiner Jacke unterbringen – die Gummis natürlich abgenommen.

 

In Verbindung mit dem Lampenkabel ergeben sich insgesamt 950 mm Kabellänge, die eine Helmbefestigung der Lampe und einen Transport des Akkus in der Jackentasche ermöglicht. Allerdings ist eine Befestigung z.B. am Hosengürtel nicht möglich, da ist bei mir das Kabel zu kurz. Eine (lieferbare) Verlängerung wäre hier nötig. Es gibt aber auch kleinere Akkus, mehr dazu unter Zubehör.

 

Das Ladegerät hat eine Ladestromregelung, die eine Überladung des Akkus verhindert. Leider wurde der Anschlussstecker in der Form verändert, so dass Akkus anderer Magicshine-Lampen hieran nicht angeschlossen werden können.

Zubehör

 

Als Zubehör gibt es ein 1000 mm langes Verlängerungskabel, ein Y-Kabel zum Anschluss einer weiteren Lampe, eine Helmbefestigung, ein Kopfband, Ersatz-Y-Gummis zu Befestigung am Lenker oder anderen Halterungen.

 

Ferner einen Zusatz-Akku mit 4400 mAh Kapazität und einem Adapterkabel für alle MJ-Lampen. Leider werden keine Maße und Gewichte dieses kleineren Akkus publiziert, ich gehe aber von einer entsprechenden Gewichts- und Größenersparnis aus.

 

Für die Helmbefestigung verwende ich das Kopfband, da es sich auch ohne Helm verwenden und mit den helmseitigen Befestigungshaken sicher fixieren lässt. Auf Standard Fahrradhelmen wird sicher das Helmband bessere Dienste leisten. Mein Kombihelm von Salewa (Klettern, Ski, Fahrrad, Snowboard) hat diese typischen Haken für die Lampenbefestigung.

 

Positiv fällt auf, dass das beschriebene Zubehör preislich nicht sonderlich ins Gewicht fällt und die günstige Lampe nicht über die Hintertür nachträglich verteuert!

Praxistest - Ausleuchtung/Lampenleistung/Bedienung

 

Ich teste hier zunächst nur die Variante als Helm- bzw. Kopflampe.

 

Der Lampenkopf lässt sich mit dem Y-Gummi problemlos an der Halterung des Kopfbandes befestigen. Der Sitz ist fest, kann aber leicht im Neigungswinkel verändert werden. Trotzdem veränderte sich der Neigungswinkel des Lampenkopfes auch auf ruppigen Trails nicht. Das Kopfband selbst ist sehr leicht und wirkt auf den ersten Blick mit dem Gewicht des Lampenkopfes etwas überfordert. Bei der Nutzung am Helm ist davon aber nichts zu spüren. Lediglich bei der Verwendung über Mützen oder Caps könnte das Band etwas bereiter sein.

 

Die Bedienung des Lampenkopfes ist mit (dicken) Handschuhen etwas fingerig, da die Bedienknöpfe unter dem Schutzgummi nicht besonders erhaben sind. Mit der Zeit und häufigerer Benutzung ist es aber akzeptabel.

 

Die Ausleuchtung der Trails erfüllt meine Erwartungen voll!

 

Hier spielt die Magicshine in der Liga von Lupine und Co. Im Vergleich zur Wilma 7 geht die Ausleuchtung sogar seitlich etwas weiter. Die maximale Leuchtweite habe ich nicht getestet, weil sie für meine praktische Nutzung nicht wichtig ist. Aber in einer Entfernung von ca. 100-150 m vor dem Leithund wird der Trail exzellent ausgeleuchtet und das bereits bei einer Leistungseinstellung von 50 %. Erst für schnellere Fahrten (ab 25-30 km/h und darüber), bei denen die Erfassung von Hindernissen oder Wegeunebenheiten in völliger Dunkelheit extrem wichtig wird und schnell erfolgen muss, ist eine Erhöhung der Leistung auf mind. 75 % der Leuchtkraft nötig. Positiver Nebeneffekt, der Akku hält bei geringerer Einstellung natürlich länger bis zum nächsten Ladezyklus.

 

In der Morgendämmerung, wenn das Sonnenlicht bereits so stark ist, dass es die Wirkung kleinerer und leistungsschwächerer Lampen bereits aufhebt, hat die MJ 880 U noch Reserven und verliert kaum an Leuchtkraft. Dies hilft bei wechselnden Lichtverhältnissen.

 

Auf Trails, die seitlich nicht oder nur einseitig bewachsen sind und bei denen daher Reflektionsflächen durch Laub etc. fehlen, liefert die Lampe ein zuverlässiges Licht. Auch die feuchten, dunklen Waldwege, die jedes Licht nahezu zu verschlucken scheinen, werden sicher ausgeleuchtet. Allerdings muss hier die Lampe schon auf mindestens 50 % oder besser 75 % betrieben werden.

 

Der Einsatz bei Regen, Schnee und Nebel konnte mangels entsprechenden Wetters noch nicht getestet werden. Sobald dies möglich ist werde ich meine Erfahrungen nachtragen.

 

Einen direkten Vergleich mit anderen Lampen habe ich nicht dokumentiert, da der Aufbau für eine solche Fotoserie ziemlich aufwendig ist. Aber es findet sich bei bike2do.de ein entsprechendes Vergleichsbild. Abgebildet ist dort aber die MagicShine-Lampenvariante mit "nur" 2.000 Lumen.

Lampe mit Helmband und Akku am Helm befestigt
Grüne "Notbeleuchtung"; Foto: Fuchs

Nettes Feature

 

Sobald die Lampe mit dem Akku verbunden wird, leuchten die beiden LEDs schwach grün auf. Das ist ganz nett, um bei bereits stark verringerter Akkuleistung (unter 10 %) vom entgegenkommenden Verkehr noch gesehen zu werden. Für meine Anwendung ist es aber ohne Belang und zudem ist die Leuchtkraft für andere Situationen (im Keller, in der Garage) zu gering ist.

Fazit

 

Mein bisheriges Fazit:

 

Eine leistungsfähige Lampe, die, mit kleinen Einschränkungen in der Handhabung mit Handschuhen, bei einem Preis von knapp 190 EUR (ohne Zubehör) leistungsseitig in der 1. Liga spielt.

 

Nach etwa einem Jahr versagte die Lampe, was nach Händlereinschätzung auf einen Kabelbruch am Akku, der auf Zug auf das Kabel zurückzuführen sein sollte. Der Akku wurde getauscht. Da ich den Akku immer in der Jackentasche trage und das Kabel dafür Überlänge hat, kann ich das aber ausschließen. M.E. ist es eher ein Qualitätsproblem der verwendeten Materialien bzw. Kabel.

Stand: November 2013

Eine Straßenzulassung nach StVO hat diese Lampe nicht.


Lupine Wilma 7

Wilma 7 mit Akku und Helmbefestigung; Foto: Fuchs
Wilma 7 mit Akku und Helmbefestigung; Foto: Fuchs

Bei Fahrten im Dunkeln und in der Dämmerung, insbesondere mit dem KickSpark, an dem keine Lenkerlampe befestigt ist und bei denen die Helmlampe die einzige Lichtquelle ist, sind die meisten Helmlampen nicht ausreichend hell. Auch die unten beschriebene Silva L1 bietet dafür nicht genügend Leistung. Hinzu kommen die mit dem Scooter gefahrenen hohen Geschwindigkeiten, die locker an die 30 - 40 km/h heran kommen und eine sehr gute Ausleuchtung der Wegstrecke verlangen, um Hindernisse wie Äste oder Bodenunebenheiten rechtzeitig erkennen zu können.

 

Aus diesem Grund fiel meine Wahl auf die Wilma 7 von Lupine. Eine Hochleistungslampe, die mit:

  • 17W High Power LED
  • 4 High Power LED's, 4- Fach Linsenarray, Abstrahlcharakteristik 15°
  • 1100 Lumen
  • 7.5 Ah Li-Ionen Rahmenakku
Zubehör zur Wilma 7; Foto: Fuchs
Zubehör zur Wilma 7; Foto: Fuchs

Zum Vergleich: aktuelle Beamer haben eine Helligkeit von 1.300 bis 5.000 Lumen.

 

Die Wilma kommt noch mit reichlich Zubehör und natürlich einem spezifischen Ladegerät daher. Die Leuchtintensität lässt sich in Stufen programmieren. Die deutsche Bedienungsanleitung ist einfach, aber klar verständlich.

Lampenkopf Wilma 7; Foto: Fuchs
Lampenkopf Wilma 7; Foto: Fuchs

Ein nicht ganz unwichtiges Detail: der auch mit Handschuhen noch gut zu ertastende und zu bedienende Schaltknopf der Lupine (im gelben Kreis).

Fazit

Die Wilma 7 ist eine sehr zuverlässige, stabile und einfach zu bedienende Lampe mit einem qualitativ hochwertigen Akku. Mittlerweile sind preisgünstigere und leistungsfähigere Modelle anderer Hersteller im Handel (s.o.). Aber die müssen sich erst noch in sachen Haltbarkeit, Langlebigkeit und Service beweisen.

 

Ich möchte die Wilma auch auf Grund ihrer Einfachheit in der Bedienung nicht missen. Zudem darf man nicht vergessen, die Lampe ist bei mir seit knapp vier Jahren im regelmäßigen Einsatz und das ohne jeden Defekt oder Ausfall. Und zu der Zeit war sie in ihrer Leistungsklasse konkurrenzlos.

 

(Stand: Dezember 2012)

Eine Straßenzulassung nach StVO hat diese Lampe nicht.

Lampen für den Lenker

MagicShine MJ-816

MagicShine MJ-816 ;  Foto: Fuchs
MagicShine MJ-816 ; Foto: Fuchs

Daten zur Lampe: 

 

High Power Lampe mit SSC P7 LED + 2 Cree XP-E LED mit einer Leistungsaufnahme von insgesamt 16Watt (laut Herstellerangabe).

 

Der Aluminumreflektor sorgt für eine breite und trotzdem weit reichende Ausleuchtung. Das CNC gefräste Aluminiumgehäuse ist schwarz eloxiert und gegen eindringendes Wasser abgedichtet, die Schutzklasse ist IP65 (Schutz gegen Strahlwasser). Zur Befestigung am Fahrrad- oder Scooterlenker sind drei verschiedene Gummiringe dabei.

 

Die Lampe ist stufenlos dimmbar von 5% - 100% Helligkeit! Dabei wird die Helligkeitsstufe beim Ausschalten gespeichert und die Lampe startet beim Einschalten wieder mit dieser Stufe.

 

Der tonnenförmige Akkupack besteht aus vier Lithium Akkus. Der Anschluss an die Lampe und das Ladegerät erfolgt über eine einfache Steckverbindung. Das Einschalten erfolgt über einen beleuchteten Schalter mit Kontrollfunktion, die Auskunft über den Ladezustand des Akkus gibt:

  • Grün = Akkuladung 100%
  • Blau  = Akkuladung 75%
  • Gelb  = Akkuladung 50%
  • Rot   = Akkuladung 25%

Das Aufladen dauert ca. 4,5 Stunden. Der Akku wird mit einer praktischen Neoprentasche geliefert, die mittels elastischem Klettband am Rahmen oder Lenker befestigt wird.

 

Gewicht: Lampenkopf + Schalter + Kabel wiegen ca. 226g, Akku und Neoprentasche ca. 325g.

Lieferumfang MgicShine MJ-816;  Foto: Fuchs
Lieferumfang MgicShine MJ-816; Foto: Fuchs

Lieferumfang: Lampe mit drei Scheinwerfern, Akkupack mit Neoprentasche, Ladegerät, drei Gummiringe zur Befestigung, englischsprachige Bedienungsanleitung (ziemlich knapp gehalten).

 

Es gibt ausreichend Zubehör wie Helm- und Kopfband, Verlängerungs- und Y-Kabel, Ersatzakkus etc.

 

Praxistest

Größenvergleich;  Foto: Fuchs
Größenvergleich; Foto: Fuchs

Die Lampe macht im Hinblick auf Verarbeitung und Ausstattung einen sehr positiven Eindruck.

 

Sie ist erstaunlich klein und wirkt auf den Bildern, ohne vergleichende Bezugsgröße, deutlich größer. Das Gehäuse ist massiv, die Kabel mehr als ausreichend lang.

 

Der beleuchtete Schalter ist ausreichend groß und kann auch mit Handschuhen gut bedient werden. Zudem hilft die Beleuchtung ihn am dicht besetzten Lenker schnell zu finden.

Die Befestigung von Lampe und Schaltknopf mittels der mitgelieferten Gummiringe ist sehr variabel, die Ringe könnten aber durchaus strammer sitzen. Ich habe die Lampe mit dem kleinsten Ring befestigt und zusätzlich ein dickes Gummi einer anderen Lampe darunter gelegt. So hat sie ausreichend Halt und steckt auch anfänglich unangenehme Rüttelstrecken weg ohne zu verrutschen. Mit zunehmender Nutzungsdauer musste der Lampenkopf aber mit zwei Kabelbindern zusätzlich gesichert werden, da die Lampeneinheit für den recht kleinen Befestigungsblock und die von mir gefahrenen Wege zu kopflastig ist und sich bei der Befestigung am Lenker nach unten neigt.

 

Der tonnenförmige Akku wird mit einem kleinen Neoprensäckchen geliefert. Mittels Kordel verschlossen eignet sich dieser Beutel auch dazu, die üppigen Kabel aufzunehmen, so dass Kabelfallen am Lenker vermieden werden können. Das Ganze wird mit einem Klett-Gummizug am Gestänge befestigt.

 

Die Bedienung der Lampe mittels beleuchtetem Einschaltknopf ist einfach und präzise. Die Lampe schaltet wie folgt:

 

beide kleinen Lampen an – große Lampe an – alle Lampen an – aus

 

Das „Aus“ als vierter Schaltvorgang ist etwas überraschend, weil man plötzlich im Dunkeln fährt. Schalten sich doch vergleichbare Modelle erst nach längerem Halten des gedrückten Schalters aus. Dies ist bei der MJ-816 anders, weil das Gedrückthalten des Schalters ein Dimmen der jeweiligen Schaltstufe bewirkt.

 

Die Dimmung geht von 5 % bis 100 % der Leuchtkraft. Die Elektronik speichert diese Stellung ab, sollte man jetzt weiter- oder ausschalten. Ein nettes Feature für unterschiedliche Einsatzzwecke. Auch für die Fahrt auf beleuchteten Straßen- oder Radwegeabschnitten ist das Dimmen hilfreich, denn die Blendwirkung der für den Straßenverkehr nicht zugelassenen Lampe ist enorm.

 

Die Beleuchtung des Einschaltknopfes gibt über den Ladezustand des Akkus Auskunft, wie in der obigen Datendarstellung ersichtlich. Sobald der Akku an die Lampe angeschlossen wird, leuchtet der Knopf. Daher empfiehlt es sich sicherlich, den Akku bei Nichtgebrauch von der Lampe zu trennen. Wie stark die Entladung durch dieses Lämpchen ist, ist leider nicht zu erfahren. Die beiliegende englischsprachige Anleitung gibt darüber leider keine Auskunft, sie ist ohnehin recht knapp gehalten.

 

Licht im Dunkeln?

 

Und, was leistet die Lampe jetzt? Viel!

 

In jeder Schaltstufe leuchtet sie unsere dunklen Wege ausreichend aus. Eine zusätzliche Helmlampe ist nur dann von Nöten, wenn man Licht abseits des Fahrweges braucht. Sie kommt, was die Ausleuchtung des Weges angeht, an die Wilma von Lupine heran, wenn sie auch deren Leuchtdichte und Strahlkraft nicht erreicht. Da ist die Wilma einfach überlegen.

 

Preis-Leistung

 

Ich konnte die Lampe für 99,- EUR bekommen (Stand November 2011). Für den Preis ist dies die beste Lampe, die ich bisher eingesetzt habe. Eine gute und preisliche Alternative ist die MJ-816, denn die Wilma spielt nicht nur leistungsmäßig sondern auch preislich einfach in einer anderen Liga.

 

Weitere Erfahrungen werden nachgereicht, insbesondere was die Leuchtdauer unter Volllast, das Handling bei Schlechtwetter etc. angeht.

 

Stay tuned!

Ein interessanter Test (in Englisch), mit Blick ins Innenleben der Lampe, findet sich hier.

 

Stand: 2011

Eine Straßenzulassung nach StVO hat diese Lampe nicht.

Sigma Powerled und Karma

Nachdem mir bei einem Sturz die Lampenhalterung der MARIW nightpro (s.u.) abgerissen ist und ich durch die heftigen Vibartionen auf dem Eis eine Lampendichtung verloren habe, weil sich die Verschraubung gelöst hatte, musste ich mich nach einer Alternative umsehen.

Die Wahl fiel auf die Sigma Powerled und die Karma-Lampe.

Beide Lampen sind von der Firma Sigma und verwenden LED-Technik. Sie zeichnen sich durch ein helles, weißes Licht aus. Die Powerled kann sowohl über einen Akku als auch über Batterien betrieben werden.

So kann die Lampe auch ohne lästiges Kabel mit dem mitgelieferten Helmhalter als Stirn- bzw. Helmlampe oder auch als Taschenlampe verwendet werden. Allerdings ist sie dann recht schwer.

Für den Einsatz im Akku-Betrieb wird die Lampe um das Batteriefach verkürzt. So ist sie wie auf dem Bild zu sehen relativ klein. Beide Lampen verwenden denselben Akku, so dass sie mittels Y-Kabel an einem Akku angeschlossen werden können. Das spart ein weiteres Anbauteil am Fahrrad ein.

Die Powerled strahlt mit 90 Lux und einem Winkel von 18°, wohingegen die deutlich kleinere Karma mit nur 40 Lux aber 22° Leuchtwinkel etwas stärker die nähere Umgebung ausleuchtet. Ich habe bewusst diese Kombination gewählt, damit ich eine vergleichbare Ausleuchtung wie mit der Nightpro bekomme.

 

Erstes Zwischenfazit: Ich bin mit der Leistung der Lampen zufrieden, allerdings erreichen sie nicht die Leuchtgüte, wie die Marwi sie liefert.

Später mehr zu dem Sigma-Lampen, dem Zubehör und meinen Erfahrungen damit

 

Eine Straßenzulassung nach StVO haben diese Lampen nicht.

 

Stand: 2010