Mi

02

Nov

2016

Plattfuß – Werkzeug hat sich bewährt - teilweise

So eine Plattfußfahrt ist etwas, was man nicht wirklich braucht. Schon gar nicht im Dunkeln, bei Regenschauern und bei 6 Grad. Da zeigt es sich wieder, wie hilfreich Helmlampen sind, dass man nicht nur eine Lenkerlampe verwendet und gutes Werkzeug zum Einsatz kommt. Also dann ...

Plattfuß am Hinterrad - kaum zu sehen, aber bei der Fahrt gut zu hören.
Plattfuß am Hinterrad - kaum zu sehen, aber bei der Fahrt gut zu hören.

... anhalten, Doggies ausspannen und an einem Baum sichern. Zum Glück hat sich die Reparatur bis in die Dämmerung hingezogen, so dass die Lampe nur zu Beginn nötig war. Reifenheber, Flickzeug, Pumpe … als dabei und ran ans Werk. Leider muss man bei der Magura HS 33 immer einen Bremszylinder lösen, um das Hinterrad des Rollers ausbauen zu können, da der Mantel sehr dick ist. Aber darin ist man ja geübt.

Mantel ab und Loch suchen. Die Hörprobe hat es schnell zum Vorschein gebracht. Problem: Brille – die Schutzbrille hat zwar Korrekturgläser, aber natürlich keine für den Nahbereich. Also ohne Brille weitermachen. Schlauch aufrauhen, Kleber drauf und warten … dabei dem frischen Kleber natürlich Schutz vor den Regenschauern bieten. Flicken drauf, gut anpressen und Folie abziehen ... und schwupp war der Flicken auch wieder ab. Der Kleber bindet leider bei 6 °C und Regen nicht so gut und schnell ab. Kleber alle, daher neue Klebertube öffnen, nochmal einschmieren und warten ... warten … warten. Den neuen Flicken draufgedrückt und mit den Händen viel Wärme gespendet. Lange, und gedrückt, und lange gewartet … Jetzt die Folie ab … leider löste sich der Flicken wieder … also Folie draufgelassen und den Schlauch eingebaut. Den sehr eng und stramm liegenden Mantel konnte ich diesmal problemlos wieder aufziehen. Etwas Glück braucht der Mensch ja auch.

Dann das Rad wieder einbauen und aufpumpen. Hier zahlte sich aus, dass ich mich für eine gute Luftpumpe entschieden habe. Die Lezyne Alloy Drive ABS Luftpumpe hat einen kleinen Gummischlauch, der Pumpenkörper und Ventil verbindet und er wird sowohl an der Pumpe als auch am Ventil aufgeschraubt. Damit kann man nun völlig problemlos pumpen, ohne dass man immer wieder abrutscht oder mit der Pumpe und der Felge kämpfen muss. Zwar ist der Pumpenhub immer noch klein, aber der stabile Aluminiumkörper der Pumpe sowie der Schlauch machen es einfach, auch länger damit zu arbeiten ohne zu ermüden.

 

Jetzt noch alles verpacken, Roller umdrehen (ich wollte die Tour nicht zu Ende fahren, das mit dem Kleber und dem Flicken war mir nicht geheuer), Doggies anspannen und wieder zurück. Und siehe da, der Reifen hat die Luft gehalten. So sind immerhin noch 9,6 km zusammen gekommen. Fast so lang wie geplant.

Mein Fazit:

Positiv 

  • gute Helmlampe
  • gute Luftpumpe
  • gute Reifenheber
  • ausreichend Flickzeug
  • alles dabei, um Doggies am Baum anzubinden
  • Hunde halten Pausen lange aus (auch wenn Ayla gelegentlich rumnöhlte)

Negativ

  • schon recht kalt und feucht für den Flickenkleber, somit lange Wartezeit

 

Resümee

  • Flickzeug immer in doppelter Menge mitführen und auf nicht zu alten Kleber achten
  • künftig auch Ersatzschläuche mitnehmen