Ich hatte ein Versprechen einzulösen ...

... denn vor nicht allzu langer Zeit hatte ich Toback versprochen, wenn er gestorben sei, würde ich seine Asche mit auf unsere Trails nehmen und ein paar Körnchen an den uns wichtigen Stellen verteilen.  Nun ...

... dass es jetzt dann so plötzlich sein sollte, damit hat natürlich niemand gerechnet. Ich konnte ihn dann doch nicht einäschern lassen, sondern habe ihn begraben. Um mein Versprechen zu erfüllen, habe ich dann ein paar von den langen, drahtigen Schwanzhaaren abgeschnitten bevor er ins Grab kam.

Und so bin ich heute zu einem gut 13 km langen Weg der Erinnerung aufgebrochen. Das Wetter war dem Anlass entsprechend: starker Dauerregen und heftiger Wind, ein Orkan kündigte sich für die kommenden Stunden an. Aber besser konnte es heute nicht passen. Toback hat Regen und Sturm immer geliebt, da war er beim Scooten noch konzentrierter und ausdauernder bei der Sache als sonst. Dieses Wetter hat ihn immer angefixt.

 

Also Sitka ins Geschirr, Stiefel und Regenklamotten an und los. Insgesamt waren wir 2 Stunden und 10 Minuten unterwegs und haben an vier wichtigen Stellen ein paar Haare verteilt. Es hat mich jedes mal bis ins Mark ergriffen, aber es war mir wichtig, denn dieser Trail hat uns so viel Freude bereitet. Wir haben hier den Dachszusammenstoß erlebt, Rehe, die Toback nicht die Bohne interessiert haben, uns mit dem Kickspark durch Schneewehen gekämpft und mit Spikes am Scooter über vereiste Wege.

So weiß ich, dass Toback auf diesem Trail immer da ist. Toback, du fehlst!