Lampen-Defekte

Silva Cross Trail II

Bei der Silva, die ich regelmäßig bei den morgendlichen und abendlichen Spaziergängen nutze, erhitzte sich plötzlich im ausgeschalteten Zustand das Akku/Batteriepaket in seiner wasserdichten Kunststoffbox, was ich einige Zeit nach Abnahme der Lampe nur durch den typischen „Schmorgeruch“ von Kunststoff erkennen konnte. Das Gehäuse hatte sich schon dermaßen erwärmt, dass sich der Kunststoff verformte. Während der Benutzung war keine merkliche Erwärmung entstanden. Das deutete auf einen Kurzschluss der Batterien hin, den ich in der Batteriebox vermutete. Zwecks Reparatur konnte diese ohne eine komplette Zerstörung nicht geöffnet werden. Daraufhin tausche ich die Box durch einen handelsüblichen Batteriehalter mit Druckknopfanschluss für 4 Mignon (AA) Batterien aus. Das Gegenstück zu Druckknopfanschluss musste dann noch an das Lampenkabel gelötet werden und fertig. Zwei weitere Nutzungen gelangen, dann stellte sich wieder im ausgeschalteten Zustand die Erhitzung der Batterien ein.

 

Geöffneter Silva-Lampenkopf
Geöffneter Silva-Lampenkopf

Daraufhin habe ich den Lampenkopf so weit geöffnet, wie es ohne Werkzeug und Zerstörung des Gehäuses möglich war. Am Kabeleintritt in den Kopf zeigten sich Beschädigungen an der Isolierung, wobei derzeit nicht klar ist, ob dies bereits der Grund für den Kurzschluss ist, oder ob die Beschädigungen erst sekundär aufgrund der thermischen Einwirkung entstanden sind. Es kann auch ein Defekt am Einschaltknopf vorliegen, der aber, ohne das Lampengehäuse zu zerstören, nicht erreichbar ist. Daher werde den Battriepack einmal direkt am verbliebenen Lampenkabel anschließen und schauen was passiert. Sollte damit der Defekt gefunden sein und sich die Batterien nicht mehr erhitzen, werde ich das verbliebene Originalkabel wieder an Lampenkopf anlöten und die Batteriepack-Lösung, wie oben beschrieben, wieder verwenden. Allerdings tippe ich derzeit eher auf einen Defekt am Schalter.

 

MagicShine MJ 880 U2 Eagle Eye

Defekter Stecker
Defekter Stecker

Bei der MagicShine ist es bereits der zweite Defekt. Beim ersten Mal stellte sich ein Kabelbruch an der Buchse des Akku-Anschlusses ein (vgl. Website-Bericht). Jetzt konnte ich durch Wackeln an den Steckern und Buchsen des Lampenkabels und der Verlängerung einen Defekt am Stecker des Lampenkopfkabels feststellen. Diese Steckverbindung zum Verlängerungskabel (s. Website-Bericht, Link oben) wird eigentlich nur wenig beansprucht, Zug ist so gut wie keiner darauf. Aber natürlich sind Kabelbewegungen an den Knickschutzstellen nicht auszuschließen. Den in die Gummiummantelung eingegossenen Stecker habe ich aufgeschnitten und am freigelegten Metallstück ist deutlich die sehr kleine Lötstelle zu sehen, an der das Kabel am Stecker angelötet war. Wenn man den an sich massiven und fest ummantelten Stecker betrachtet ist es schon verwunderlich, dass die Lötstelle gerade hier, direkt an den Kontaktelementen, bricht. Nichts desto trotz hätte diese Lötstelle deutlich massiver sein müssen, wie zum Vergleich an der ebenfalls freigelegten Buchse (oben rechts) zu sehen ist. So war ein Kabelbruch vorprogrammiert. Da Stecker und Buchsen dieses Lampenmodells oval geformt und nicht handelsüblich sind, musste ich an dieser Verbindungsstelle den defekten Stecker und die intakte Buchse auf der Gegenseite wechseln.

"Superseal" Stecker-Buchse, Einzelteile
"Superseal" Stecker-Buchse, Einzelteile

Da die Lampe im Outdooreinsatz natürlich auch Feuchtigkeit ausgesetzt ist, habe ich mich als Ersatz für die „Superseal“-Kabelverbindung entschieden. Diese Konstruktion stammt ursprünglich aus der Kfz-Technik und ist daher spritzwasserdicht nach IP 67. Hierbei werden die Kabelverbindungen in den Gehäusen durch gefettete Gummidichtungen vor Wasser geschützt. Zudem ist diese Konstruktion sehr robust und mit einer zusätzlichen Sicherung vor unbeabsichtigtem Öffnen geschützt.

Reparierte Steckverbindung am Lampenkopfkabel
Reparierte Steckverbindung am Lampenkopfkabel

Die Kabel der reparierten Steckverbindung werden jetzt noch mit selbst-vulkanisierendem Dichtband abgedeckt und so auch vor weiterer Nässe geschützt. Sollten weitere Steckverbinder dem Kabel- oder Lötstellenbruch zum Opfer fallen, können so sämtliche Teile ausgewechselt werden.

Mein Fazit: Bei der Silva zeigt sich in meinen Augen ein deutlicher Qualitätsmangel, den ich auf die einfach wirkenden Kunststoffkonstruktion der Lampe und die verwendeten Materialien (sehr dünne Kupferlitzen) zurückführe, falls der Fehler jetzt behoben sein sollte. Wenn nicht, ist der Fehler auf der Einschaltknopfseite zu suchen, was ebenfalls nicht der von mir erwarteten Qualität entspricht.

 

Die Kabel bzw. Stecker/Buchsen der MagicShine sind sehr anfällig für Brüche. Die ansonsten sehr robusten Stecker/Buchsen lassen die im ersten Anschein nicht erwarten, hier sind aber m.E. deutliche Verarbeitungsmängel verantwortlich, die sich natürlich auch im (günstigeren) Preis bemerkbar machen.