Bekleidung

Für das Dogscooting wie auch für das Bike-Jöring eignet sich alle mögliche Fahrrad- und Outdoor-Bekleidung. Grundsätzlich sollte alles robust und wetterfest sein, da man ja eher bei kühleren Temperaturen und bei Regen, Sturm und Schnee unterwegs ist.

Handschuhe

Handschuhe sind unverzichtbar. Und zwar bei jedem Wetter. Man muss sich vor Stürzen schützen, vor kalten Temperaturen ohnehin, vor Nässe und trotzdem einfach in der Lage sein, beherzt zugreifen zu können. Auch Zweige, Geländer etc., die man nur streift, können schmerzhafte Handverletzungen hervorrufen. Hier ist Schutz notwendig.

 

Folglich habe ich verschiedenste Handschuhe für unterschiedliche Wetterverhältnisse im Einsatz. Stoff mit Lederverstärkungen, mit Überhandschuhen für Schnee oder besonders tiefe Temperaturen. Letztere sollte man nicht unterschätzen, da der Fahrtwind sein Übriges dazu tut und so manche Fahrt gehörig fingerkalt werden kann.

 

Wichtig ist, dass die Handschuhe zwar nicht zu klein sind, damit sich ein gutes Luftpolster bilden kann, auf der anderen Seite aber auch nicht zu groß, weil sonst ein vernünftiges Ergreifen von kleinen Teilen oder auch das Bedienen des Karabiners nicht mehr möglich ist.

 

Und, wasserdicht sollten sie sein. Einfacher gesagt als gefunden!

Gore Handschuhe Countdown
Gore Bike Wear Countdown Glove (2012) - natürlich schon getestet. Foto: Fuchs

Gore Bike Wear Countdown Glove (2012)

 

Das sind endlich einmal Fahrradhandschuhe, die die Bezeichung "wasserdicht" verdienen.

 

Ich habe sie drei Stunden lang bei Schneeregen und heftigem Dauerregen und 2 °C Temperatur benutzt und die Finger sind warm und trocken geblieben. Allerdings gibt es auch zwei Punkte, die optimierungsfähig wären - was aber meist Geschmacksache der Träger ist.

  1. Der Handgelenksbereich könnte etwas länger sein, für einen Winterhandschuh.
  2. Bei Einschlüpfen knüllt sich der Handgelenksbereich gern in den Handschuh hinein, besonders, wenn die Hände etwas feucht sind.

 

Dies sind m.E. aber keine echten Qualitätsmängel. Beobachtungswürdig sind sicherlich die Nähte, wie bei fast allen beanspruchten Kleidungsstücken.

 

Wichtig zu wissen, die Handschuhe fallen m.E. etwas klein aus. Die Größe XL entspricht hier der Größe 9 und sitzt erstaunlich eng. Ein XXL (10) fällt deutlich kommoder aus. Hier ist An- und Ausprobieren angesagt.

Hemden und Jacken

Motorradregenkombi von Louis
Motorradregenkombi von Louis

Wenn man sich vernünftig gegen Regen und Matsch schützen möchte, dann bleibt nur noch der Griff zur Motorrad-Regenkombi.

 

Ich kann nur sagen, sie ist wirklich dicht. Und wenn man die Größe entsprechend wählt (bei mir 2XL), dann passt sogar noch die Motorradkleidung darunter, so dass man auch im Winter entprechenden Protektorenschutz hat.

Radjacke nach Matschfahrt
Fahrradjacke nach Scootingtour

Für den Oberkörper nehme ich Funktionshemden vom Laufsport, je nach Witterung mit kurzen oder langen Ärmeln. Als Jacke auch hier Fahrradjacken aus Membran-Materialien. Wichtig sind mir hier Stoffe, die eine gewisse Robustheit haben, da man ja doch gelegentlich den Boden „berührt“. Die derzeit so aktuellen Softshell-Jacken eigen sich da m.E. weniger, da das Material sehr reibungs- und reißempfindlich ist.

 

Auch sind Rückentaschen, in denen man wichtige Utensilien wie Werkzeug, Mullbinden, Booties, Festmacherleine etc. unterbringen kann, sehr nützlich.

 

Für Fahrten auf vereistem Boden, oder auch generell beim Bike-Jöring im Winter, trage ich eine preisgünstige Motorradjacke aus Kunststoff. Diese Jacke hat an den Ellenbogen, Schultern und im Rücken Protektoren, die Stürze gut abfangen. Dieses Utensil hat sich schon mehr als bezahlt gemacht.

Motorradkleidung

Im ersten Moment hört es sich etwas übertrieben an: Motorradkleidung. Bei genauerem Überlegen und insbesondere durch gemachte Erfahrungen hat sich die Investition aber schon gelohnt.


Nein, keine teure Lederjacke, sondern eine günstige Stoff- genauer Kunststoffjacke, die durch ihre Kordura-Besätze und die eingearbeiteten Protektoren bei Stürzen sehr gute Dienste geleistet hat. Günstige Modelle, mit zusätzlichem Winterfutter, gibt es ab 45 EUR beim bekannten Auktionshaus.


Eine Hose, ebenfalls mit Protektoren, ist besonders gut auf dem Scooter. Beim Bike-Jöring ist sie etwas zu sperrig und auch zu warm.

Hosen

Ich nutze lange Radsporthosen, die für Herbst- und Winter geeignet sind. Die sind dann auch im Mai noch gut zu tragen, wenn es morgens deutlich unter 10°C kühl ist. Für die nassen Tage gerne auch eine Regenüberhose aus Membran-Materialien. Diese Hose sollte nicht zu eng geschnitten sein, weil man dann die Beine sehr gut über die Gummistiefel gezogen bekommt. Auch ist ein fahrradtauglicher Schnitt sehr wichtig.

Schuhe

Bei den Schuhen greife ich zu knöchelhohen Hiking- und Wanderschuhen. Der Vorteil des höheren Schafts macht sich beim Rollerfahren positiv bemerkbar, da der Knöchel mehr Halt hat. Gleichzeitig wird er vor dem genau auf (meiner) Knöchelhöhe befindlichen Trittbrett des Rollers gut geschützt.

 

Ferner sind die Sohlen dieser Schuhe ausreichend dick, so dass nicht jeder Stein, auf den man beim Mitkicken tritt, durch die Sohle spürbar ist.

 

Für besonders nasse Tage nehme ich Gummistiefel.

Gamaschen

Sehr nützlich sind Gamaschen. Sie sind praktisch an den Tagen, an denen eine Regenhose zu warm ist, man aber trotzdem wegen des nassen Grases oder noch vorhandener Pfützen nasse Schuhe und Beine bekäme. Zudem gerät dann auch deutlich weniger Dreck in die Schuhe.

Kopfbedeckung

In erster Linie sind das natürlich fahrradgeeignete Helme. Darunter trage ich, bei Temperaturen unter 5 °C, noch einen Helmunterzug: eine winddichte Haube.

Signalweste

Sicherheitsweste
Signalweste nach Scootingtour

Zur eigenen Sicherheit trage ich in den Wintermonaten noch eine Signalweste über der eigentlichen Jacke. Der Grund ist offensichtlich. Zudem hält sie noch einiges an Schmutz ab.