CaniCross mit zwei Hunden – nur Fliegen ist schöner!

Zwei sind manchmal einer zu viel – und wir haben jetzt Sommer! Das heißt, die Hunde laufen mit angezogener Handbremse.

Ich mag mir gar nicht vorstellen, wie das wird, wenn die Temperaturen stimmen und die Hunde in echter Lauflaune sind. Schon jetzt musste ich auf kurzen Strecken einen Vollstopp einlegen, um einen Sturz ...

... sowie anschließendes Hinterherschleifen – wie im schlechten Western – zu verhindern.

 

Wenn beide sich einig sind und einem gemeinsamen Ziel folgen, wünscht man sich einen Gleitschirm, wie beim Kiten. Bodenkontakt fühlt sich dann so an, als würde man einen Stock zwischen die Speichen am Fahrrad stecken. Es gelingt mir dann kaum noch, so schnell ein Bein vor das andere zu setzen, um einen gleichmäßigen Zug auf der Zugleine zu halten.

 

Solange die Doggies jedoch – angesichts von Temperaturen über 18 Grad Celsius - einen gemütlichen Mittags(-schlaf)-Trab pflegen und sich noch etwas für das Leben am Wegesrand interessieren, ist es ein geniales Laufgefühl. Man hebt die Füße und wird in der Flugphase wie von selbst ein Stück weiter nach vorne gezogen – aktiver Abdruck fast überflüssig – ein herrliches Dahingleiten!

 

Fatal nur, wenn man dabei leicht wegdämmert und von olympischen Rekorden träumt. Denn keine Laufphase ist statisch. Das gemütliche Dahingleiten kann urplötzlich zu einem wilden Dahinjagen mutieren, wenn sich unvorsichtigerweise Hasen, Fasanen, Mäuse oder andere Kleintiere zeigen. Wahrscheinlich wissen die Doggies, dass sie diese Tiere niemals erreichen können und machen sich einen Spaß daraus, mich aus der Reserve zu locken – aber natürlich lassen sie sich dies nicht anmerken.

 

Wer irgendwann genauso viele Muskeln auf dem Schienbein wie in der Wade haben möchte – die bekommt man nämlich beim häufigen gebremsten Laufen mit zwei Hunden – der betreibt CaniCross mit zwei Hunden (im Winter!).